Das Hirschdenkmal in Mielno ist eine der bekanntesten Skulpturen des Kurorts und sein inoffizielles Symbol. Eine lebensgroße Metallfigur eines Hirsches steht auf einem kleinen Platz vor dem Gemeindeamt an der ul. Bolesława Chrobrego 10, im Herzen der Ortschaft.

Geschichte der Skulptur — von der Jagd zum Symbol von Mielno

Die Anfänge des Denkmals reichen bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Baron von Versen, Eigentümer des Gutes in Krępa bei Koszalin, erlegte während einer der Waldjagden einen prächtigen Hirsch mit einem imposanten zwölfendigen Geweih. Zur Erinnerung an dieses Ereignis ließ er eine lebensgroße Hirschskulptur in einer Gießerei in Potsdam gießen. Die fertige Figur wurde über einem Teich im Schlosspark in Krępa aufgestellt.

Im Februar 1945, angesichts der herannahenden Front, wurden die Bewohner von Krępa evakuiert und der Palast brannte ab. Die Skulptur überdauerte — sie war zuvor vor das Haus des Schmieds verlegt worden. Etwa 1946 gelangte der Hirsch nach Mielno, wo er zunächst im ehemaligen Kurpark an der ul. 1 Maja stand. Als das Gelände des Parks in private Hände überging, wurde die Figur an ihren heutigen Platz vor dem Gemeindeamt versetzt.

Verwüstungen und Wiedergeburten des Denkmals

Die Geschichte des Denkmals ist auch eine Erzählung über wiederholte Vandalismusakte. Im Jahr 1996 wurde die Skulptur schwer beschädigt — Vandalen brachen die Beine ab und schnitten den Kopf der Figur ab. Den Wiederaufbau koordinierte Ryszard Ignaczak, ein Mitarbeiter des örtlichen Sportzentrums und begeisterter Jäger, der die Bildhauerformen besorgte und einen neuen Guss in Auftrag gab. Bis heute brechen Touristen regelmäßig das Geweih des Hirsches ab, was zu weiteren Reparaturen und Renovierungen zwingt.

Obligatorisches Foto mit dem Hirsch

Das Hirschdenkmal ist einer dieser Punkte auf der Karte von Mielno, den fast jeder Tourist besucht. Sich mit dem Hirsch fotografieren zu lassen, ist zu einer eigentümlichen Tradition des Urlaubsaufenthalts im Kurort geworden. Die Skulptur steht in der Nähe der Promenade, wodurch sich der Besuch leicht in einen Spaziergang durch das Zentrum einbauen lässt. Für Liebhaber der Lokalgeschichte und städtischen Attraktionen ist es eine Pflichtstation — klein, aber voller Erzählungen, die über hundert Jahre zurückreichen.

Preis

Eintritt frei — frei zugängliche Attraktion ohne Tickets.